Was ist Gesellschaftsphilosophie?

Themenbestimmung
Die Gesellschaftsphilosophie unterzieht die Gesellschaft einer kritischen Analyse aus der Sicht der Philosophie lebender Systeme.
Diese geht davon aus, das es sich bei einer Gesellschaft um ein lebendes System höherer Ordnung handelt. Das bedeutet, dass in der Gesellschaft die gleichen Kräfte wirken, wie in jedem lebenden System: das sind die Kräfte Selbsterhaltung und Selbstentfaltung. Letzteres bedeutet Wachstum.
In der Gesellschaft handelt es sich bei letzterem nicht nur um das Wachstum der Bevölkerung, sondern auch um das wirtschaftliche Wachstum. Wächst die Bevölkerung eines Staates, also eines lebenden Systems höherer Ordnung, schneller als die Wirtschaft, wird die Bevölkerung insgesamt ärmer, wächst die Wirtschaft schneller, wird die Gesellschaft reicher. Letzteres muss nicht die einzelnen Individuen, die lebenden Elemente des Systems Staat, betreffen, da der Reichtum teilweise ein kollektiver Besitz nichtlebender Systeme ist, wie Versorgungsnetze, also Straßennetze, Stromnetze, Telefonnetze usw..
Sind diese kollektiv genutzten Teile eines lebenden Systems höherer Ordnung (eines System Staats) nicht Eigentum des betreffenden Staats, sondern Eigentum von nichtstaatlichen Systemen höherer Ordnung (Firmen, Konzernen) kann es zu Konflikten zwischen diesen nichtstaatlichen Eigentümern und dem Staat kommen.
Gegenwärtig sind wir Beobachter eines Konflikts zwischen Staaten westlicher Prägung und international tätigen Finanzorganisationen um die Kontrolle über das Geld und die globalen Geldströme.
Natürlich gibt es innerstaatlich auch Konflikte zwischen Dem Staat und seinen Bürgern, also zwischen den lebenden Systemen der Ordnungshöhe “Individuum”, den Systemen Mensch, und dem System Staat, dessen Elemente sie sind - beispielsweise der Bundesrepublik Deutschland. Auch bei diesen Konflikten kann es um die Verteilung des Geldes gehen.

Die Gesellschaftsphilosophie analysiert also
1. Beziehungen auf der Ebene der lebenden Systeme höherer Ordnung (Staaten versus nichtstaatliche Systeme) und
2. Beziehungen zwischen dem Staat (hier der BRD) und seinen Bürgern, den Systemen Mensch (Individuen).
Beziehungen zwischen den Individuen sind nicht das Thema der Gesellschaftsphilosophie, sondern der Psychologie und anderer Wissenschaften.
So weit zur Bestimmung des Themas, weiteres auch hier:
Gesellschaftsphilosophie
Rudi Zimmerman, Webphilosoph

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